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DIe Geschichte von Trippstadt

Trippstadt mit Hasengasse um 1950
Trippstadt mit Hasengasse um 1950
 
Gasthaus Spanier mit Brunnen
Gasthaus Spanier (Sprenger) mit Brunnen

In früherer Zeit waren die geschichtlichen Abläufe für eine menschliche Ansiedlung von enger Bedeutung. Die Bürger wurden durch die Lebensumstände und Herrschaftsverhältnisse entscheidend beeinflußt und geprägt.

Seit der Keltenzeit führen die Handelswege über den First des Pfälzerwaldes bei Johanniskreuz; die Römer übernahmen diese Trassen und bauten sie aus.

Später entwickelte sich dörfliches Leben insbesondere im Schutzbereich von Burgen, wo sich Lehensleute ansiedelten. So ist Trippstadt auch eng mit der Burg Wilenstein verwachsen. Wahrscheinlich wurde die Burg Mitte des 12. Jahrhunderts von den Staufern erbaut. Die ältesten Urkunden, in denen nachweislich die Burg und ihre Bewohner genannt werden, stammen aus den Jahren 1174/79. Die erste urkundliche Erwähnung unseres Ortes erfolgt dann in einer Schenkungsurkunde von 1293 (als "Driebescheit").

Trippstadt erlebte eine wechselvolle, teils leidgeprägte Geschichte. So wurde der Ort 1635 nahezu völlig zerstört und bis 1685 hatten sich erst wieder 70 Leute angesiedelt (1750 waren es bereits wieder rund 400 Bewohner).

Eine große Bedeutung für die Fortentwicklung der Gemeinde hatten die Waldwirtschaft und die Eisenindustrie, die von Obristjägermeister Ludwig Anton Freiherr von Hacke 1727 im Karlstal gegründet wurde. Dies gab Arbeit in den Hüttenwerken; gleichzeitig konnten rund 50 Familienväter aus Trippstadt ihr Brot als Köhler verdienen, da Unmengen Holzkohle für die Verhüttung benötigt wurden. Als 1752 Franz Carl Freiherr von Hacke das Erbe seines Vaters übernommen hatte, wirkte dieser weiter und ließ bedeutende Bauwerke errichten: 1752/54 die katholische Kirche und 1766/67 das prächtige Schloß.

Eng verbunden mit unserer Ortsgeschichte ist auch der Name Gienanth, nachdem die Hacke'sche Besitztümer 1803/04 an die Familie Gienanth übergingen.

Heute präsentiert sich Trippstadt als Luftkurort (seit 1986) mit einer modernen kommunalen und touristischen Infrastruktur (Warmfreibad, Sport- und Freizeiteinrichtungen, reges Vereinsleben und zwei aktive Kirchengemeinden).

Weitere Einzelheiten zu Trippstadt finden Sie auch unter  Arbeitsgemeinschaft Heimatkunde Trippstadt.

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